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moments

Business

2019

Startklar

Nebenberuflich

D

er Gedanke, sein eigener

Chef zu sein, ist zwar für

viele Menschen reizvoll –

die damit verbundene

Eigenverantwortung und das manch-

mal nicht ganz geringe Risiko wirken

dann aber doch wieder abschreckend.

Nicht immer können laufende

Geschäftskosten, Einnahmen und

Nachfrage richtig eingeschätzt werden

– und auch die Möglichkeit einer län-

geren Arbeitsunfähigkeit und deren

finanzielle Auswirkungen müssen

bedacht werden. Ein erstes Herantas-

ten an die Selbstständigkeit – in Form

einer nebenberuflichen Selbstständig-

keit – ist ein guter Kompromiss für alle,

die den Sprung ins Vollzeit-Einzel­

unternehmertum noch nicht wagen.

Dabei bleibt man Vollzeit oder zumin-

dest Teilzeit als unselbstständiger

Dienstnehmer bei einem Unternehmen

angestellt und übt die selbstständige

Tätigkeit in geringem Umfang zusätz-

lich in der Freizeit aus. Wichtig: Ist ein

solcher Schritt geplant, so muss

zunächst der Arbeitgeber darüber

informiert und um Erlaubnis gebeten

werden. Sich heimlich nebenbei ein

zweites Standbein aufzubauen, ohne

dem Chef Bescheid zu geben, kann ein

Kündigungsgrund sein. Ebenso ist es

natürlich für gewöhnlich nicht gestat-

tet, während der Arbeitszeit als

unselbstständig Angestellter für das

eigene Unternehmen auf selbstständi-

ger Basis zu arbeiten und somit dop-

pelt zu kassieren.

Gewinngrenzen.

Der sanfte Einstieg in

die Selbstständigkeit hat diverse Vor-

teile. Bleibt man unter der Gewinn-

grenze von rund 5.360 Euro im Jahr,

so ist keine zusätzliche Sozialversiche-

rung notwendig. Dadurch erspart man

sich bereits einen Teil der Kosten, die

fotos: istock/thinkstock, privat

Text:

Cornelia stiegler

Selbstständigkeit als

zweites Standbein.

Rund ein Drittel aller Unternehmensneugründungen

sind Gründungen, die nebenberuflich stattfinden.

Damit kann man sich ein zweites Standbein schaffen –

für gewöhnlich ohne allzu großes Risiko.

Unternehmer