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12

moments

Business

2018

In 12 Jahren zum österreichischen

Marktführer in Sachen Anlegerwoh-

nungen – wie gelingt das?

Mein bester Freund und ich haben das

Unternehmen im Jahr 2006 gegründet

und unsere Vision war: In 10 Jahren

schaffen wir 100 Mio. Euro Umsatz. Ich

war damals 22 und das war natürlich

eine naive Vision, aber rückblickend

muss ich sagen, dass vielleicht auch

gerade diese Naivität notwendig war.

Ich habe damals noch bei meinen

Eltern gewohnt und habe mir gedacht:

Wenn es schiefgeht, passiert ja nichts

Schlimmes. Aber eines hat zum ande-

ren geführt und wir haben uns Schritt

für Schritt vorwärts gearbeitet. Da war

natürlich auch eine ordentliche Porti-

on Glück dabei. Wir haben zwar in den

vergangenen 10 Jahren so viel gearbei-

tet wie manche ihr ganzes Leben nicht

und waren total auf die Arbeit fokus-

siert, aber wenn nicht auch das Glück

ein wenig mitgeholfen hätte, würden

wir heute dennoch ganz woanders ste-

hen. Dessen muss man sich auch

immer bewusst sein.

Als Marktführer bei Anlegerwohnun-

gen: Wohin geht der Trend? Kauf-

oder Miet- bzw. Anlegerwohnungen?

Anlegerwohnungen und Mietwohnun-

gen sind ja im Grunde das Gleiche. Und

dahin geht der Trend auch eindeutig.

Die Schere zwischen Reich und Arm

wird immer größer und der Mittelstand

bricht langsam weg. Anlegerwohnun-

gen sind ja inzwischen auch die belieb-

teste Sparform der Österreicher. Das

wäre früher auch undenkbar gewesen,

dass das Sparbuch jemals von seinem

1. Platz verdrängt wird. Und nachdem

es im Moment bei Sparformen relativ

wenig Alternativen gibt, wird die Anle-

gerwohnung auch weiterhin stark im

Trend bleiben, vermute ich.

Sie bieten bei den Anlegerwohnun-

gen der C&P ein Rundum-Service.

Was kann man sich eigentlich darun-

ter vorstellen?

Das war eine der intelligentesten Ent-

scheidungen von uns, dieses Service

zu entwickeln und anzubieten. Es sieht

so aus, dass der Anleger bei uns die

Wohnung kaufen kann und somit alle

Vorteile eines Eigentümers genießt,

aber wir kümmern uns um alles ande-

re. Anleger haben meist wenig Zeit

und sehen das sehr positiv, wenn sie

sich nicht darum kümmern müssen,

also wenn Dinge wie Mieter zu suchen,

Instandhaltungen vorzunehmen etc.

jemand anderer für sie übernimmt. Der

Anleger bekommt die monatliche Mie-

te überwiesen und muss sich um sonst

nichts kümmern. Wir haben ja inzwi-

schen auch den Vorteil, dass wir ein

sehr großes Unternehmen mit vielen

Wohnungen sind, sodass wir inzwi-

schen auch für jeden Bereich und jede

Anfrage einen Profi im Haus haben.

Und dass wir es gut machen, sieht man

auch an unserer Leerstandsquote:

Weniger als 1 % unserer Wohnungen

stehen derzeit leer, alle anderen sind

vermietet.

Das nächste große Projekt der C&P

wird das Quartier4 in Graz-Straßgang.

Was wird da entstehen?

Das Quartier4 ist unser Nachfolgepro-

jekt zum Brauquartier Puntigam. Zum

Brauquartier Puntigam muss man

sagen, dass es das erste Stadtentwick-

lungsprojekt in dieser Stadt war, das

wirklich funktioniert hat. Nach diesem

Schema und in einer ähnlichen Dimen-

sion wird auch das Quartier4 entste-

hen, nur etwas kleiner: Geplant sind

rund 650 Wohnungen. Die Bauverträ-

ge sind bereits ausverhandelt, im Früh-

ling ist der Baubeginn geplant. Ein

Bauabschnitt ist gesamt an einen

Investor vergeben, ein Bauabschnitt ist

zum Einzelverkauf geplant, und insge-

samt sollen 4 Bauabschnitte in den

nächsten 1,5 bis 2,5 Jahren fertig wer-

den. Dann wollen wir das Quartier4

auch mit Infrastruktur, Gastronomie

usw. besiedeln, damit alle Dinge des

täglichen Bedarfs in unmittelbarer

Reichweite zu finden sind. Und durch

die Größe des Projekts können wir

auch technische Innovationen umset-

Coverstory

interview:

Cornelia stiegler

Im Brauquartier Puntigam befindet sich das

Headquarter der C&P.

Mit dem Quartier4 in Graz-Straßgang nimmt die C&P heuer ein

weiteres großes Projekt in Angriff.

fotos: chris zenz, photoworkers.at, c&P

Von null

auf hundert

C&P Immobilien.

Im Jahr 2006 gründete Markus Ritter ge-

meinsammit Thomas Schober-Plankl das Immobilienunternehmen C&P.

Inzwischen können sie einen Jahresumsatz von 100 Mio. Euro vorweisen.

ImGespräch verriet der 34-Jährige einiges über die Immobilienbranche

und denWeg zum Erfolg.

Unser Erfolgsgeheimnis: Mut, Fleiß

und auch eine Portion Naivität. Wir

haben unsere Ideen einfach umgesetzt.

Markus Ritter,

CEO C&P Immobilien