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moments

Business

2019

Gut

eingerichtet

Wohlfühlen im Büro.

Ständiger Platzmangel, eine zu hohe Geräuschkulisse,

unkonzentrierte Mitarbeiter: Eine undurchdachte Büroplanung kann das beste Team zur

Verzweiflung bringen. Moderne Bürokonzepte fördern durch gute Gestaltung die Produktivität.

S

tatt nebeneinander aufgereiht

zu hocken und ständig unge­

wollt die Telefongespräche

der Kollegen (inklusive der

Antworten der Personen am anderen

Ende der Leitung) mithören zu müssen,

sorgt bereits ein gutes Raumplanungs­

konzept für mehr Ruhe und Privat­

sphäre im Büro. Bis zu 20% mehr Mit­

arbeiter ließen sich auf derselben

Fläche unterbringen, ohne sich gegen­

seitig zu stören, wenn nur von Anfang

an die richtige Raumaufteilung gewählt

würde, sind sich Experten einig. Vorab

sollte man sich über die Funktionsflä­

chen einig sein: Wo soll sich der Emp­

fang befinden und in welcher Größe,

welche Einzelbüros sind notwendig,

gibt es einen Wartebereich für Kunden

und welche Besprechungsräumlichkei­

ten werden den Mitarbeitern geboten?

Nicht zu experimentell.

Hat der zukünf­

tige Büro-Mieter Mitspracherecht bei

der Planung, sollte er sich vor allem

darüber bewusst sein, dass gerade der

Empfangsbereich und der Wartebe­

reich für Kunden für den ersten Ein­

druck verantwortlich sind und somit

das gesamte Unternehmen repräsentie­

ren. Hier sollte also nicht unbedingt mit

freien Flächen und moderner Architek­

fotos: easy noise control, Foto- Eckhard Henkel/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0 DE, istock/thinkstock

Text:

Cornelia stiegler

tur gegeizt werden. Autorin Astrid Ger­

hardt warnt in ihrem Buch „Bürowelt:

Effizienz durch Architektur“ allerdings

vor zu viel Innovationsfreude: Der Post

Tower in Bonn hätte beispielsweise ver­

schiedene Architekturauszeichnungen

erhalten – eine Umfrage hätte jedoch

ergeben, dass sich die Nutzer des

Towers in der Atmosphäre sehr unwohl

fühlten und die Arbeitsplätze als nicht

optimal gestaltet empfanden. Eine

experimentelle Architektur allein ist

also noch kein Garant für ein gutes

Bürokonzept.

Arbeitswelt im Wandel.

Die sich

ändernde Arbeitswelt ist natürlich auch

in den Büros erkennbar. Astrid Gerhardt

führt aus: „Früher war das Büro der Ort,

wo das Wissen in Form von Akten,

Büchern und Kollegen zur Verfügung

stand. Heute ist Fachwissen mit einem

Knopfdruck überall auf der Welt abruf­

bar.“ Daher setzen immer mehr Unter­

nehmen auf flexible Bürolösungen mit

mehrfach genutzten Arbeitsplätzen.

Zum Arbeitsplatz gehört aber generell

mehr als ein Schreibtisch, ein Sessel

und ein Computer: Laut Astrid Gerhardt

muss der Arbeitsplatz immer an die

jeweiligen Aufgaben, die dort zu erledi­

gen sind, angepasst werden – und zum

Umfeld gehören auch Faktoren wie die

technische Infrastruktur und soziale

Strukturen.

Störfaktor Lärm.

Ein besonders großes

Thema ist der Störfaktor Lärm am

Arbeitsplatz. Die Arbeiterkammer weist

darauf hin, dass der Arbeitgeber dazu

verpflichtet ist, bei einem zu hohen

Geräuschpegel präventive Schutzmaß­

nahmen zu ergreifen. Lärmschwer­

Höhenverstellbare Schreibtische sorgen dafür, dass die Arbeit

zwischendurch auch stehend erledigt werden kann.

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